Venedig City Pass

Preise der Venedig-Pässe

Fünf Karten, zwei Preislogiken. Hier stehen die Stellschrauben, an denen der Betrag hängt, und wo du ihn für deine Reisedaten abliest.

Vaporetto auf dem Canal Grande an der Rialtobrücke in Venedig
Inhaltsverzeichnis

Venedig-Pässe: zwei Preislogiken

Anders als in Städten mit einer einzigen Touristenkarte konkurrieren in Venedig fünf Karten von zwei Anbietern, und sie rechnen nicht nach demselben Prinzip. Deshalb gibt es hier keinen einen Preis, den man nennen könnte, sondern zwei Preislogiken, die du kennen musst, bevor du vergleichst.

Zeitbasiert rechnet der Venedig City Pass von Turbopass: Du buchst ihn für 1 bis 7 Tage, und jeder zusätzliche Tag kostet mehr. Wie viele Attraktionen du in dieser Zeit ansteuerst, ist für den Preis egal, für die Rechnung aber entscheidend.

Attraktionsbasiert rechnen die vier übrigen Karten: Der Preis hängt daran, wie viele und welche Häuser im Paket stecken, nicht an der Aufenthaltsdauer.

Pass Anbieter Wonach sich der Preis richtet
Venedig City Pass Turbopass Zahl der Tage, 1 bis 7, plus gebuchte Optionen
Venedig Flex Pass Turbopass Zahl der gewählten Attraktionen, 2 bis 7
Venedig Pass Tiqets Vier Bausteine, bei dreien wählst du zwischen Varianten
Markusplatz Pass Tiqets Drei Häuser rund um den Markusplatz, zwei davon mit Varianten
Venedig Museum Pass Tiqets Fester Umfang der städtischen Museen

Stand: August 2026. Der Betrag hängt von Datum, Personenzahl und den Optionen ab, die du dazunimmst; den verbindlichen Preis für deine Auswahl zeigt dir das Buchungsfenster vor dem Kauf.

Die Stellschrauben im Einzelnen

Vier Größen bewegen den Betrag, und je nach Pass wirken andere davon.

Die Gültigkeitsdauer. Beim Venedig City Pass ist sie die wichtigste Stellschraube. Von 1 bis 7 Tagen steigt der Gesamtpreis mit jeder Stufe, der Preis pro Tag sinkt dabei. Wer drei volle Besichtigungstage plant, zahlt pro Tag deutlich weniger als bei einer Tageskarte.

Die Zahl der Attraktionen. Beim Venedig Flex Pass stellst du dir zwischen zwei und sieben Attraktionen zusammen und zahlst entsprechend. Die Karte bleibt danach bis zu 30 Tage ab der ersten Nutzung offen, die Aufenthaltsdauer spielt für den Preis also keine Rolle.

Die gewählte Variante. Die Tiqets-Karten sehen wie feste Pakete aus, führen aber innerhalb der Bausteine eine Auswahl, und die verschiebt den Betrag. Beim Venedig Pass entscheidest du dich für Markusdom oder Glockenturm, wählst beim Dogenpalast zwischen dem Zeitfenster-Ticket, einer Führung und dem Museumspaket und nimmst wahlweise eine Gondelfahrt oder die Bootstour zu den Laguneninseln; die Gondola History Gallery mit VR-Erlebnis gehört fest dazu. Beim Markusplatz Pass gilt dasselbe für Dogenpalast und Markusdom, dazu kommt der Palast Ca' Rezzonico. Eine geführte Tour kostet dabei mehr als ein einfaches Eintrittsticket.

Die Optionen. Beim Venedig City Pass sind vier Leistungen nicht eingepreist, sondern kommen beim Kauf dazu: der Markusdom, die Tour auf dem Canal Grande, das Nahverkehrsticket und der Flughafentransfer. Jede angeklickte Option erhöht den Gesamtpreis. Gondelfahrt und Inselrundfahrt nach Murano, Burano und Torcello stecken dagegen bereits im Grundpreis.

Was in keinem Preis steckt

Zwei Posten fallen in Venedig regelmäßig aus der Rechnung, obwohl viele sie erwarten.

Der Nahverkehr ist in keiner der fünf Karten automatisch enthalten. Nur der Venedig City Pass lässt sich mit einem Ticket für Vaporetto, Bus und Tram ergänzen, und zwar gegen Aufpreis. Ob sich das trägt, entscheidet sich daran, wie oft du über das Wasser musst: Wer die Altstadt zu Fuß erkundet, braucht es kaum, wer Murano, Burano oder den Lido auf eigene Faust ansteuert, sehr wohl. Die Einzelheiten stehen unter Öffentliche Verkehrsmittel.

Der Zugangsbeitrag für Tagesbesucher, den Venedig an bestimmten Tagen erhebt, ist ebenfalls in keinem Pass enthalten. Er läuft getrennt über das offizielle Portal der Stadt. Wer in Venedig übernachtet, ist von ihm ausgenommen.

So rechnest du selbst nach

Ein Pass ist kein Rabatt, sondern ein Bündel. Ob er sich für dich trägt, lässt sich in drei Schritten prüfen, und dafür brauchst du nur deine eigene Liste.

  1. Schreib auf, was du wirklich sehen willst. Nicht, was im Pass steckt, sondern was du ohnehin besuchen würdest. Alles andere ist für die Rechnung wertlos.
  2. Addiere die Einzeleintritte dieser Ziele. Die aktuellen Beträge stehen auf den Seiten der jeweiligen Häuser. Rechne die Gondelfahrt oder die Inseltour mit, wenn sie fest auf deinem Programm steht.
  3. Stell die Summe dem Passpreis gegenüber, den dir das Buchungsfenster für deine Reisedaten anzeigt. Liegt die Summe der Einzeltickets darüber, trägt der Pass sich.

Erwarte dabei keinen großen Abstand: Tiqets selbst beziffert die Ersparnis des Venedig Pass gegenüber den Einzeltickets mit bis zu 9 %. Der Vorteil eines Bündels liegt in Venedig weniger im Preis als in der Organisation.

Zwei Punkte, die diese Rechnung verzerren, solltest du im Kopf behalten. Zum einen zählt beim Dogenpalast und am Markusdom nicht nur das Geld: Die Pässe bringen bevorzugten Einlass mit, und in der Hochsaison sparst du damit Wartezeit, die in keiner Tabelle steht. Zum anderen kippt die Rechnung sofort, wenn du bei einem attraktionsbasierten Pass Bausteine hast, die du gar nicht einlöst. Nimm im Zweifel die kleinere Auswahl.

Wenn sich kein Pass rechnet

Es gibt den Fall, und er ist häufiger als gedacht. Wer einen halben Tag in Venedig ist, ein einziges Haus besichtigt und ansonsten durch die Gassen läuft, fährt mit einem Einzelticket günstiger. Dasselbe gilt für Reisende, die vor allem am Stadtbild interessiert sind: Rialtobrücke, Markusplatz und die Uferwege kosten nichts und stecken in keinem Pass.

FAQ

Fragen zum Preis

Kurze Antworten rund um Preise, Aufpreise und Gültigkeit. Alle Fragen zu den Venedig-Pässen stehen auf der FAQ-Seite.

Was kostet ein Venedig-Pass?+

Das hängt am Pass und an deiner Auswahl. Zeitbasierte Karten kosten mehr, je länger sie laufen, attraktionsbasierte mehr, je mehr Häuser du hineinnimmst. Den Betrag für deine Reisedaten zeigt dir das Buchungsfenster.

Warum stehen hier keine festen Beträge?+

Weil Turbopass und Tiqets ihre Preise anpassen und der Betrag zusätzlich von Dauer, Personenzahl und gebuchten Optionen abhängt. Maßgeblich ist immer der Preis, der dir vor dem Kauf im Buchungsfenster angezeigt wird.

Ist der Nahverkehr im Preis enthalten?+

Nein, in keinem der fünf Pässe. Beim Venedig City Pass buchst du das Ticket für Vaporetto, Bus und Tram als Option dazu, sie erhöht den Preis. Was das Ticket abdeckt, steht unter Öffentliche Verkehrsmittel.

Welche Leistungen kosten beim City Pass Aufpreis?+

Turbopass führt vier Optionen, die nicht im Grundpreis stecken: den Markusdom, die Tour auf dem Canal Grande, das Nahverkehrsticket und den Flughafentransfer. Den Aufpreis siehst du, sobald du die jeweilige Option auswählst.

Zahlen Kinder weniger?+

Ob eine Karte eine eigene Preisstufe für Kinder führt, entscheidet der Anbieter und unterscheidet sich von Pass zu Pass. Du wählst die Personen im Buchungsfenster aus, danach steht der Gesamtpreis für deine Gruppe fest.

Alle Fragen zu den Venedig-Pässen →

Preis für deine Reisedaten prüfen

Wähle Datum, Dauer und Personen, dann steht für jede der fünf Karten der aktuelle Gesamtpreis nebeneinander.